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Untertage in Bolivien: Eine atemberaubende Erfahrung
Die Minenstadt Potosi/Bolivien wird Thomas Rahn und Sabine Hoppe sicher am stärksten in Erinnerung bleiben. Der Besuch dort war atemberaubend – im wörtlichen Sinn. „Sicher eine Erfahrung, die man sein Leben lang nicht vergessen wird“, meint Thomas. Ein ehemaliger Minenarbeiter hat dem Paar den Berg gezeigt, in dem früher vor allem Silber, inzwischen hauptsächlich Zinn abgebaut wird. „Mit einem Bergwerk wie bei uns hat das nichts zu tun“, so beschreibt es Thomas: „Ein Loch mit einem Meter Durchmesser führt in diesen Berg hinein, man steigt immer tiefer runter, durch mit der Hand gegrabene Stollen, teilweise muss man kriechen, teilweise geht es senkrecht runter, über Steine, Leitern, unbeleuchtet – das sind unvorstellbare Bedingungen, unter denen die Menschen dort in diesen völlig ungesicherten Stollen arbeiten.“ Sechs „Stockwerke“ tief waren die beiden unter Tage, konnten „kaum noch atmen vor lauter Staub, vor Hitze“, schildert Sabine. Dabei arbeiten die Mineros, die Bergleute, nochmal acht Etagen tiefer, ohne Frischluftzufuhr, teilweise knietief in einer Gift-Mischung aus Wasser, Säure und Blei. Gegen den Staub binden sie sich Schwämme vors Gesicht – die wenig schützen und das Atmen zusätzlich erschweren. „Man ist einfach nur schockiert und beeindruckt, aber auch voller Respekt vor den Leuten, die da unter diesen Bedingungen arbeiten.“
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